Sonntag, 17. April 2016

es steht geschrieben


"Diejenigen, die durch die Pforte des Todes gegangen sind,
wollen mitwirken an der physischen Welt.
Dieses Mitwirken ist nur scheinbar ein physisches Mitwirken,
denn alles Physische ist nur ein äußerer Ausdruck des Geistes.
Das materialistische Zeitalter hat die Menschen der Welt der Toten entfremdet;
die geistige Wissenschaft muss die Menschen der Welt der Toten wiederum befreunden.
Eine Zeit muss wiederum kommen,
wo wir es den Toten nicht dadurch unmöglich machen,
ihre Arbeit auch hier für die Vergeistigung der physischen Welt zu tun,
dass wir uns ihnen entfremden.
Denn der Tote kann nicht mit Händen angreifen die Dinge hier in der physischen Welt
und physische Arbeit unmittelbar verrichten.
Das wäre ein unsinniger Glaube.
Der Tote kann auf geistige Weise wirken.
Dazu braucht er aber die Werkzeuge, die ihm dazu zur Verfügung stehen;
dazu braucht er das Geistige, das hier in der physischen Welt lebt.
Wir sind nicht nur Menschen, sondern wir sind auch zu gleicher Zeit Werkzeuge,
die Werkzeuge für die Geister, die durch die Pforte des Todes gegangen sind.
Wir bedienen uns, solange wir im physischen Leibe verkörpert sind,
der Feder oder des Hammers oder der Axt;
sind wir nicht mehr im physischen Leibe verkörpert,
dann sind unsere Werkzeuge die menschlichen Seelen selber."


Rudolf Steiner
Bausteine einer Erkenntnis des Mysteriums von Golgatha
Berlin, 6. März 1917




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