Sonntag, 11. November 2012

überBrücken



Der Lebende muss dem Toten zur Verfügung stehen.
Der Tote muss sich wenden können zu den Gedanken der Lebenden,
und was er erlebt,
muss geschaut werden können
aus dem Spiegeln der Gedanken der Lebenden in ihm.

...

Es zeigt sich in der Tat, dass der,
der einem als Toter gegenübertritt,
etwas in sich erlebt wie eine Sehnsucht.
Er weiß aber nicht, worauf diese Sehnsucht hinaus will.
Man kommt mit ihm zusammen,
und wird man dadurch dazu geführt,
dass man mit ihm in eine Beziehung tritt,
so kann man in allen Verhältnissen mit den Toten wirken.
Steht man in der spirituellen Weisheit,
so ist sie durchleuchtet,
und die Toten nehmen das Licht wahr.
Nimmt aber die Seele keine spirituelle Weisheit in sich auf,
so bleibt sie finster 
und die Toten können die Seele nicht wahrnehmen.
Dass die Toten mit uns leben können,
das hängt davon ab,
was wir ihnen entgegenbringen können.


Rudolf Steiner






auch für J.B.






Kommentare:

  1. erstaunlich, wer mir da in den Sinn kommt, währenddem ich diesen Text lese...
    erstaunlich...


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  2. Gabriela, ich hab' versehentlich gelöscht; wollte nur deinen ersten gelöschten Kommentar wegmachen. Tut mir leid. J.B. habe ich gesehen.

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    1. gut so, sehr gut!
      mich berührt das sehr.
      sehr.
      danke.
      sehr.

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