Freitag, 31. August 2012

Der jüdische Friedhof in Neustadt an der Weinstraße



Innere Wandlung kann nichts anderes bedeuten,


als dass einer seine derzeitige Tatsächlichkeit überholt;


als dass die Person, die mit einem gemeint ist,


die bisher erschienene durchdringt;


dass die Gewohnheitsseele 


sich zur Überraschungsseele weitet und wandelt.


Das ist es, was die Propheten Israels



in ihrer Glaubenssprache unter Umkehr verstanden;



nicht Rückkehr zu einem früheren, schuldlosen Stadium des Lebens,


sondern ein Umschwingen dahin,


wo das verzettelte Hin und Her 


zum Schreiten auf einem Weg wird


und die Schuld sich sühnt



in der entstandenen Echtheit



der Existenz.









Martin Buber

Kommentare:

  1. Dem Neuen-Alten ohne Vorbehalte zu begegnen ist DAS Erkenntnisinstrument: ein offener Geist und ein offenes Herz. Es ist ein permanenter eigener Welt-Untergang ... der von SELBST aufersteht ... und ein wahrhaft interessanter Vorgang ... inter essere ... ist.

    in ter es se re

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  2. Hallo Stefanie,
    einen sehr schönen Text hast Du zu Deinen Fotos gefunden, das gefällt mir sehr gut.
    Jüdische Friedhöfe bieten immer wieder interessante Fotomotive, ich hatte auch schon mal Gelegenheit, in einem zu fotografieren.
    Viele Grüße
    Rolf

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    1. Es freut mich, Rolf, dass du dir den Post angesehen hast. - Ja, ich mag Buber und seine eigen-willige Art zu formulieren.

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