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Posts

Es werden Posts vom Oktober 17, 2010 angezeigt.

22.10.1940

Seit gestern gibt es nun auch in Neustadt/Weinstraße einen Wegweiser nach Gurs. Im Rahmen einer Gedenkfeier für die nach Gurs deportierten Juden in der sogenannten Wagner-Bürckel-Aktion am 21. und 22. Oktober 1940 wurde er enthüllt.





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Segler

Aber wirklich, ebenso wie wir mit Wärme und Kälte, mit dem, was unsere Nahrung wird, mit der Luft der Umgebung in Verbindung stehen, so stehen wir ... vor allen Dingen mit demjenigen in Verbindung, was von Seiten der vor uns verstorbenen Toten kommt. Und man kann wirklich sagen: Des Menschen Wirken für seine Mitmenschen hört nicht auf, wenn er durch die Pforte des Todes geht, und durch seinen Ätherleib, mit dem er selber in Verbindung bleibt, schickt er seine Imaginationen in diejenigen hinein, mit denen er in Verbindung gestanden hat. Eigentlich ist diese Welt, auf die wir da hindeuten, für unser menschliches Leben, wenn sie auch aus guten Gründen unbemerkt bleibt für das alltägliche Leben, eine viel realere als diejenige, die wir gewöhnlich die reale nennen.
Rudolf Steiner: Die Verbindung zwischen Lebenden und Toten, Bern, 9. November 1916


objektiv

In Ewigkeit

Friedhöfe haben es mir seit jeher angetan. Nicht aus Todessehnsucht heraus, sondern weil der Friedhof das Ziel eines jeden Menschen ist. Darauf läuft alles hinaus. Und hier relativiert sich alles – Träume, Gedanken, Ziele und die inneren Kämpfe eines Menschen … Am Ende landet alles mit ihm unter der Erde und keiner weiß mehr etwas davon, wie sehr der Mensch auch gerungen hat. Denn der gemeine Mensch hinterlässt kaum Spuren. Da soll man sich keinen Illusionen hingeben. Alles ist nach kurzer Zeit vergessen. Ich finde das sehr tröstlich. Auch wenn so betrachtet ein Leben als vergebliche Anstrengung erscheinen mag. Der Gedanke ist schön: die Zeit relativiert alles, auch ein menschliches Leben.






Foto und Worte sind von hier:


fotodepot.wordpress.com

ostblog.wordpress.com


blaue Fracht

Unlesbarkeit dieser Welt. Alles doppelt. Die starken Uhren geben der Spaltstunde recht, heiser. Du, in dein Tiefstes geklemmt, entsteigst dir für immer.
Paul Celan





für Lothar Hill, gestorben am 17.10.2009
siehe auch hier