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ohne Zucker




Schmerz ist berechtigt,
man soll stark werden, ihn zu tragen,
aber man soll ihn sich nicht ausreden lassen...
Derjenige, der hier als Hinterbliebener ist,
hat mit Bezug auf Kinder,
die ihm hinweggestorben sind,
seien es seine eigenen oder solche,
die er sonst geliebt hat...
einen gewissen Mitgefühlsschmerz. -
Kinder bleiben eigentlich bei uns,
und dadurch,
dass wir mit ihnen verbunden waren,
bleiben sie uns so nahe,
übertragen sie ihren Schmerz auf unsere Seelen,
und wir fühlen ihren Schmerz,
dass sie noch gerne da wären.
Dadurch wird ihnen der Schmerz leichter,
dass wir ihn mittragen.
Eigentlich fühlt das Kind in uns.
Es ist gut,
wenn es mit uns fühlen kann,
dadurch wird ihm sein Schmerz erleichtert.



Rudolf Steiner
Der Tod als Lebenswandlung
Nürnberg, 10. Februar 1918










Kommentare

  1. liebe stefanie

    danke dir für die erinnerung daran.
    oft gelesen und doch braucht es manchmal die neubegegnung.......

    christina

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  2. ich danke dir auch.
    Dann ist der Schmerz gelebte Liebe. Es tut gut, diese Berechtigung zugesprochen zu bekommen.
    Woher nur nimmst du die Kraft, so dicht zu gestalten? ...
    Alles Liebe
    Gabriela

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  3. Ich danke Dir liebe Stefanie für diesen Post.

    Jetzt erlebe ich eine Annäherung zu dem, was ich meine und es ist noch viel mehr dahinter ...


    Ohne Zucker bitte ...

    MonikaMaria

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  4. Nun,
    M hat mich veranlasst bei Steiner weiter zu suchen nach seinem letzten Kommentar bei mir.
    Dies meinte ich in meinen Beschreibungen:
    GA17, S. 58 und weitere ...
    Habe heute die Passage auf «Mission Ich bin» als Kommentar gesetzt.

    Herzlich
    MM

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