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Gottesacker

Friedhof am Forsthaus Morschbacher Hof,
300 Jahre alt und somit ältester Friedhof der Pfalz,
seit 1942 unter Kunstdenkmalschutz und Naturdenkmalschutz
















Auf einer Tafel neben dem Friedhof steht dies:

Erstmals wurde der Familienname Laubscher im Jahre 1367 in Solothurn/Schweiz erwähnt. Einen fast lückenlosen Nachweis bis in die Gegenwart gibt es ab 1460. Das Familiennamenbuch der Schweiz sagt über unsere Familie folgendes aus: „Der Familienname ist vorkommend in Biel, Kallnach, Langnau, Lüscherz, Meinisberg, Müntschemir, Täuffelen, Wengi, Reigdelswil, Basel, Fräschels, Genf, Neuchatel, Nennigkofen und Zürich. Warum aber wanderte eine über Jahrhunderten ansässige Familie aus der Schweiz nach Deutschland?.
Während des 30jährigen Krieges (1618 – 1648) verdienten sich die Schweizer Eidgenossen eine „goldene Nase“ an landwirtschaftlichen Produkten. Deutschland konnte wenig bis überhaupt nichts auf den Feldern anbauen und das was geerntet wurde, wurde für Soldaten und für die „Notversorgung“ der Bevölkerung benötigt. Deshalb war gerade die süddeutsche Bevölkerung angewiesen auf Ihre Nachbarn in der Schweiz. Dadurch stiegen natürlich die Preise für Grundnahrungsmittel (wie Getreide, Milch, usw..). Nachdem 30 jährigen Krieg folgte der fatale wirtschaftliche Absturz der Schweiz. Deutschland konnte nach dem Krieg sich wieder selbst versorgen, und kaum jemand kaufte mehr seine Lebensmittel in der Schweiz. Die Preise in der Schweiz stürzten ins Bodenlose und nach zwei großen Bauernaufständen, die 1653 blutig niedergeschlagen wurden, verarmten die schweizerischen Bauern zunehmend. Nicht nur die wirtschaftliche Lage auch die landschaftliche  verschlimmerten sich immer mehr. Überschwemmungen im Aaretal waren zur Normalität geworden, ertragreiche Felder wurden somit in kurzer Zeit vernichtet.
Wie und warum unser Stammvater Hans Laubscher (*1639 - +1699) ausgerechnet auf die Morschbach kam, kann nur vermutet werden. In dieser Zeit war es üblich,  fürstliche Boten, Bauern, Handwerker und Fuhrleute für die bevölkerungsarme Pfalz zu werben. Ein solcher „Werbeort“ war Straßburg gewesen. Es ist daher zu vermuten, dass unser Stammvater zwischen 1680 – 1682 nach Straßburg mit seiner Familie gegangen ist und sich in die Pfalz werben ließ.




Kommentare

  1. Den Text habe ich nicht gelesen, liebe Stefanie, weil ich weder Zeit noch Ruhe dazu habe, aber die Fotos habe ich genossen - sehr stimmungsvolle alte Bäume, ein Torbogen, der einlädt, Bilder, die zum Verweilen auffordern.
    Danke sagt Clara

    AntwortenLöschen

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